Von der Papierprüfung zur datengestützten Analyse: Wie NIMA mit Remindo die Qualität kontinuierlich steigert

Erfahren Sie, wie NIMA mit Remindo auf digitale Prüfungen umgestellt hat: rund 1.500 Prüfungen pro Jahr an 18 Standorten, Korrektur in 1–2 statt 4–6 Wochen.
NIMA

NIMA arbeitet seit mehr als sechzehn Jahren mit Remindo zusammen. Was als Umstellung von Papier- auf Digitalprüfungen begann, entwickelte sich zu einer Prüfungsmethodik, in der Flexibilität, effiziente Korrektur und kontinuierliche Qualitätsverbesserung zusammenfließen. Der nächste Schritt? Prüfungen noch enger an einen Arbeitsmarkt anzupassen, in dem Kompetenzen und lebenslanges Lernen immer wichtiger werden.

Baukje Hilarides, Exam Manager bei NIMA, erzählt uns mehr darüber, wie Prüfungen flexibler gestaltet werden können.

Die Herausforderung: Prüfungen zugänglicher und flexibler organisieren

Seit 1966 ist NIMA der Berufsverband für Fachkräfte in Marketing, Kommunikation und Vertrieb. Als unabhängige Prüfungsorganisation führt NIMA Prüfungen auf verschiedenen Niveaus und in unterschiedlichen Fachbereichen durch. Die Prüfung ist vom Ausbildungsanbieter getrennt: So wird unabhängig festgestellt, ob ein Kandidat die geltenden Prüfungsanforderungen erfüllt.

Bis 2010 wurden die schriftlichen Prüfungen von NIMA auf Papier abgelegt, und zwar an einer begrenzten Anzahl fester Termine pro Jahr im Messezentrum Jaarbeurs in Utrecht. Dies entsprach immer weniger dem Bedürfnis der Kandidaten und Ausbildungsanbieter nach Flexibilität.

Die Digitalisierung war daher ein logischer nächster Schritt.

„Wir wollten, dass unsere Prüfungen stärker auf die Praxis unserer Kunden ausgerichtet sind. Durch digitale Prüfungen konnten wir den Kandidaten deutlich mehr Flexibilität bieten.“

NIMA entschied sich für Remindo als Plattform für digitale Assessments und Prüfungen. Schriftliche Prüfungen werden heute digital an Prüfungsstandorten nach Wahl angeboten, und verschiedene Prüfungen können je nach Verfügbarkeit täglich geplant werden. Heute führt NIMA jährlich rund 1.500 Prüfungen an 18 Standorten durch.

Die Lösung: Mehr als nur eine digitale Prüfung

Der Wechsel zu digitalen Prüfungen veränderte nicht nur die Art und Weise, wie Kandidaten ihre Prüfung ablegen. Auch hinter den Kulissen hat sich der Prüfungsprozess gewandelt.

Ein wichtiger Vorteil ist die digitale Korrektur. In Remindo können Korrektoren direkt den entsprechenden Prüfungen zugeordnet werden und die Arbeiten innerhalb des Systems bewerten. Dies hat den Korrekturprozess schneller und übersichtlicher gemacht. Früher dauerte eine Korrekturrunde vier bis sechs Wochen, da Papierprüfungen per Post verschickt oder gescannt werden mussten. Heute dauert dies ein bis zwei Wochen.

Während Kandidaten früher etwa einen Monat bis anderthalb Monate auf ihr Ergebnis warten mussten, wurde dieser Zeitraum auf zwei Wochen verkürzt. Bei Multiple-Choice-Prüfungen könnte ein Ergebnis technisch gesehen sogar sofort angezeigt werden. NIMA entscheidet sich jedoch bewusst dagegen. Schnelligkeit ist wichtig, aber Sorgfalt wiegt schwerer.

Bevor die Ergebnisse veröffentlicht werden, analysiert NIMA die nationalen Ergebnisse. Diese Analyse findet zweimal im Monat statt. So kann NIMA zunächst prüfen, ob die Ergebnisse und einzelne Prüfungsfragen Anlass für weitere Untersuchungen geben.

„Für uns bedeutet Digitalisierung nicht, eine Note so schnell wie möglich anzuzeigen. Es bedeutet, Technologie zu nutzen, um den Prüfungsprozess besser und sorgfältiger zu organisieren.“

Von der Prüfung zur kontinuierlichen Verbesserung

Für NIMA liegt ein wesentlicher Vorteil digitaler Assessments in den Daten, die sie generieren.

Durch Learning Analytics können Prüfungsfragen strukturell überwacht werden. Wenn Ergebnisse abweichen, kann NIMA dies kennzeichnen und untersuchen. Auf diese Weise unterstützt das System nicht nur die Durchführung von Prüfungen, sondern auch deren Entwicklung und Qualitätssicherung.

Dies entspricht der Rolle von NIMA als unabhängige Prüfungsorganisation. Die Prüfungsanforderungen legen fest, was Kandidaten wissen und können müssen, und der NIMA-Prüfungsausschuss trägt die letzte Verantwortung für den Inhalt und die Qualität der Prüfungen.

Daten sind hier kein Selbstzweck. Sie helfen dabei, fundiertere Entscheidungen über die Qualität von Prüfungen und Prüfungsfragen zu treffen.

Das Ergebnis: flexibel für Kandidaten, mehr Kontrolle für NIMA

Nach mehr als sechzehn Jahren ist die digitale Prüfung bei NIMA kein Innovationsprojekt mehr, sondern fester Bestandteil der täglichen Prüfungspraxis.

Für die Kandidaten ist vor allem die Flexibilität spürbar. Viele schriftliche Prüfungen können täglich digital abgelegt werden, wobei der Kandidat den Prüfungsort je nach Verfügbarkeit selbst wählen kann.

Für die Prüfungsorganisation liegt der Gewinn zudem in einem effizienteren und besser steuerbaren Prozess. Korrektoren können digital eingesetzt werden, Bewertungen erfolgen schneller und Prüfungsdaten liefern Informationen, mit denen die Qualität der Tests strukturell überwacht werden kann.

Das passt zu einer Organisation, die Prüfungen nicht nur effizient durchführen, sondern vor allem zuverlässig halten möchte.

„Letztendlich muss eine Prüfung zeigen, was jemand tatsächlich weiß und kann. Die Digitalisierung hilft uns, diesen Prozess flexibel zu gestalten, ohne bei der Sorgfalt Abstriche zu machen.“

Die Zukunft: Kompetenzen gewinnen an Bedeutung

Die Entwicklung der Leistungsbewertung endet nicht bei der Digitalisierung.

Der Arbeitsmarkt verändert sich, und damit auch die Frage, was Fachkräfte wissen und können müssen. Für NIMA bedeutet dies, dass sich die Prüfungspraxis weiterhin an den Entwicklungen rund um das lebenslange Lernen und der wachsenden Aufmerksamkeit für berufliche Kompetenzen ausrichten muss.

Sollte die aktuelle Prüfungsplattform einmal nicht mehr verfügbar sein, würde NIMA nach einem System und einer Prüfungsform suchen, die dazu passen, wie sich Fachkräfte entwickeln und ihre berufliche Kompetenz nachweisen können.

Technologie spielt dabei eine unterstützende Rolle. Die Qualität und Relevanz der Prüfung bleiben das Leitprinzip.

Sechzehn Jahre Zusammenarbeit und stetige Weiterentwicklung

Die Zusammenarbeit zwischen NIMA und Remindo zeigt, dass die Digitalisierung von Prüfungen weit über das Ersetzen von Papier durch einen Bildschirm hinausgeht.

Sie hat NIMA die Möglichkeit gegeben, Prüfungen flexibler anzubieten, die Korrektur effizienter zu organisieren und Daten strukturell für die Qualitätssicherung zu nutzen. Gleichzeitig bleibt Raum, kritisch zu hinterfragen, was verbessert werden kann und welche Prüfungsformen in Zukunft benötigt werden.

Denn letztendlich geht es beim Prüfen nicht um das System, in dem ein Kandidat eine Antwort gibt. Es geht darum, ob man zuverlässig und unabhängig feststellen kann, was eine Fachkraft weiß und kann.

Und genau darin entwickeln sich NIMA und Remindo gemeinsam weiter.

‍