Multiple-Choice-Fragen sind einer der am häufigsten verwendeten Fragetypen in digitalen Assessments. Sie sind schnell zu erstellen, leicht zu überprüfen und sowohl Pädagogen als auch Kandidaten vertraut. Aber gerade weil sie so dominant sind, werden andere, ebenso aussagekräftige Fragetypen oft übersehen. Und das ist eine verpasste Gelegenheit.
Fragetypen wie Matching-/Matrix-Fragen, Drag-and-Drop-Fragen und Hotspot-Fragen erfordern zwar etwas mehr Entwicklungszeit, bieten aber im Gegenzug erhebliche Vorteile. Sie ermöglichen es, Wissen auf einer tieferen Ebene zu bewerten, mehrere Konzepte in einer einzigen Frage zu kombinieren und Fragen besser auf bestimmte Lern- oder Prüfungsziele abzustimmen. Darüber hinaus reduzieren sie die Wahrscheinlichkeit, zu raten, erheblich.
In diesem Blog erklären wir, warum diese Fragetypen mehr Aufmerksamkeit verdienen und wie sie auf überraschende Weise verwendet werden können, nicht nur mit Bildern, sondern auch mit Diagrammen, Grafiken und sogar Text. Um Sie zu inspirieren, haben wir mehrere Beispiele ausgearbeitet.
Zuordnung/ Matrixfragen
Wie der Name schon sagt, können Sie mit diesem Fragetyp Elemente zuordnen. Im Kern beantwortet er die Frage: „Was gehört zu was?“
Jede Zeile, die Sie hinzufügen, dient im Wesentlichen als Multiple-Choice-Frage. Wenn mehrere Verbindungen pro Zeile korrekt sein können, wird jede Zeile zu einer Frage mit mehreren Antworten.
Je nach Kontext kann dieser Fragetyp schnell sehr komplex werden und eignet sich daher ideal für die Bewertung von angewandtem Wissen — zum Beispiel, wenn in einer bestimmten Situation nach der richtigen Aktion gefragt wird.

Hotspot-Fragen
Die naheliegendste Anwendung dieses Fragetyps ist die Beantwortung von Fragen wie „Wo ist...?“ auf einer Karte oder „Wo siehst du...?“ auf einem (medizinischen) Bild oder einer schematischen Zeichnung. Aber wussten Sie, dass Hotspot-Fragen auch verwendet werden können, um Elemente in einem Text zu identifizieren? Schauen Sie sich das folgende Beispiel an.

Fragen per Drag-and-Drop
Dieser Fragetyp wird häufig verwendet, um Konzepte an der richtigen Stelle in einem Bild zu platzieren, z. B. um den Namen einer Komponente dem richtigen Teil eines Diagramms zuzuordnen. Der Fragetyp eignet sich auch hervorragend zur Bewertung von angewandtem Wissen, z. B. wenn Kandidaten gebeten werden, eine Grafik zu interpretieren oder ein technisches Diagramm mithilfe beweglicher Elemente zusammenzustellen.
In dem angegebenen Beispiel müssen die Kandidaten bestimmen, wo eine bestimmte Aktivität in ein bestimmtes Prozessdiagramm gehört. Schauen Sie sich das folgende Beispiel an, wie es verwendet wird.

Eine bewusste Entscheidung im Hinblick auf das Design
Die Wahl eines Fragetyps sollte niemals nur eine Frage der Gewohnheit oder Bequemlichkeit sein. Jeder Fragetyp bietet unterschiedliche Möglichkeiten — und Einschränkungen —, wenn es darum geht, Wissen, Fähigkeiten und Verständnis zu beurteilen. Indem Sie bewusst über Multiple-Choice-Fragen hinausgehen, schaffen Sie Raum für aussagekräftigere Bewertungen, die Ihre Lernziele besser widerspiegeln.
Matching-, Drag-and-Drop- und Hotspot-Fragen ermutigen Kandidaten dazu, Wissen anzuwenden, anstatt es zu erkennen. Sie tragen dazu bei, das Rätselraten zu reduzieren, Beurteilungen ansprechender zu gestalten und bieten umfassendere Einblicke in das Denken und Verhalten der Lernenden.
Letztlich geht es nicht darum, komplexere Fragetypen der Komplexität halber zu verwenden, sondern darum, das richtige Formular für den richtigen Zweck auszuwählen. Wenn das Fragendesign auf die Lernziele abgestimmt ist, wird die Bewertung nicht nur zuverlässiger, sondern auch für Pädagogen und Lernende wertvoller.


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